
Nach der Eröffnung dieser Wanderausstellung der Hamburger Geschichtswerkstätten im August 2025 in den Räumen der Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg am Hühnerposten macht diese nun Station in Süderelbe.
Mit der Frage "Angekommen? Migrationsgeschichte(n) in Hamburg" beleuchtet die Ausstellung Orte des Ankommens und Bleibens von Menschen mit unterschiedlichsten Herkünften und Beweggründen.
Am Donnerstag, 19. Februar 2026 um 18:30 Uhr eröffnet sie im Foyer des Kulturhauses Süderelbe mit einem kleinen Empfang. Dazu laden wir auch seitens der Geschichtswerkstatt Süderelbe herzlich ein!
Ab dem 19. Februar wird die Ausstellung dann noch bis zum 17. April 2026 einschließlich zu den üblichen Öffnungszeiten des Kulturhauses zu sehen sein.

Wir laden zu unserem ersten Themenabend im Jahr 2026 ein: Ukrainische Displaced Persons in Hamburg und Süderelbe nach 1945.
Der Themenabend findet am Donnerstag, dem 12. Februar im JoLa-Stadtteilraum im BGZ Süderelbe, Am Johannisland 2, statt. Näheres finden Sie in unserer Rubrik "Veranstaltungen".
Der Referent des Abends, Dr. Jan-Hinnerk Antons, Professor an der Universität Greifswald, beschäftigt sich bereits seit gut 20 Jahren mit dem Themenkomplex der ukrainischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Sie wurden während der deutschen Besetzung ihres Landes im Zweiten Weltkrieg ab 1941 in das Gebiet des deutschen Reichs verschleppt und sahen nach Kriegsende im Mai 1945 einer oft sehr ungewissen Zukunft entgegen.

Wie im Oktober 2025 mitgeteilt, ist die Geschichtswerkstatt Süderelbe aktuell am 1. und 3. Freitag eines Monats jeweils nachmittags von 15:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Am 2. Januar 2026 ist die Geschichtswerkstatt geschlossen und öffnet im Januar nur am 16. d. M. - Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Wie bisher können bei Bedarf individuelle Termine außerhalb dieser Zeiten vereinbart werden. Bitte kontaktieren Sie uns gern per E-Mail oder über das Kontaktformular. Es empfiehlt sich, dies in jedem Fall vor einem Besuch zu tun, damit wir Ihr Anliegen kennen und möglichst eine Person mit entsprechendem Hintergrundwissen zur Verfügung stehen kann.
Referent: Dr. Manfred Brandt
Am Donnerstag, 30. Oktober 2025 um 18:00 Uhr im Planet Harburg, dem ehemaligen Karstadt-Haus - eine Veranstaltung des AMH Archäologisches Museum Hamburg
Dr. Manfred Brandt berichtet über die lange und bewegte Geschichte seines Heimatortes Moorburg, den ständigen Wandel des Dorfes am südlichen Arm der Elbe und über den Kampf um dessen Fortbestehen.
Moorburg ist einer der ältesten Stadtteile Hamburgs. Das Jahr 2025 steht für den einzigartiger Stadtteil im Süden der Hansestadt ganz im Zeichen eines Jubiläums: „650 Jahre Moorburg zu Hamburg“.
Grund genug, im Rahmen eines Vortrags auf die spannende Geschichte des Ortes zu schauen. Die Nähe zur Elbe und die geschützte Lage machten Moorburg einst zu einem idealen Standort für Landwirtschaft und Handel. Im Mittelalter bot Moorburg gleichzeitig einen wichtigen Stützpunkt für den Schutz und die Kontrolle der Elbe: Die Nähe zu Hamburg brachte Wohlstand, aber auch Herausforderungen mit sich, da Moorburg strategisch umkämpft war. Eine Burg, die dem Ort ihren Namen gab, spielte damals eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Handelswege. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert begann sich Moorburg zu verändern. Moorburg wurde immer stärker in das städtische Gefüge Hamburgs eingebunden, bewahrte aber seinen ländlichen Charakter und seine enge Dorfgemeinschaft.
Besonders in den letzten Jahrzehnten stand Moorburg oft im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne: Industrie und Spülflächen, die verheerende Sturmflut von 1962, Umweltbelastungen und systematische Aufkäufe von Häusern und Höfen durch die Stadt haben Moorburg dramatisch verändert. Der Referent wird in seinem Vortrag nicht nur auf die reiche Geschichte Moorburgs zurückzublicken, sondern auch den Blick in die Zukunft richten.
Ort: Planet Harburg, Herbert-und-Greta-Wehner-Platz, 21073 Hamburg
Am Sonntag, dem 14. September 2025, findet wieder das Stadtteilkulturfest "Neugraben Erleben" statt.
Die Geschichtswerkstatt Süderelbe wird auch in diesem Jahr vor Ort vertreten sein.

An unserem Stand haben Sie die Möglichkeit, sich über unsere Arbeit zu informieren und Bücher - eigene Publikationen bzw. Buchdoubletten aus unserem Bestand - zu erwerben.
2024 stand mit unserer Publikation Der Moorgürtel. Die Neugrabener und Fischbeker Moore zwischen Torfstich, Vogelschutz und Paludikultur das Thema Moor und Moorgürtel im Fokus.
Wir weisen gern auf eine Veranstaltung in Moorburg hin, die ähnlich bereits im Mai 2023 in der Altenwerder St.-Gertrud-Kirche als Kooperation mit u. a. der Geschichtswerkstatt Süderelbe stattfinden konnte (vgl. den Eintrag unter "Veranstaltungen" vom 11. Mai 2023). In diesem Jahr nun - gleichzeitig das Jahr der 650jährigen Zugehörigkeit von Moorburg zu Hamburg - haben auch Nachkommen der beiden Familien den Weg nach Süderelbe gefunden und nehmen an der Würdigung der Geschichte der Köhlbrand-Werft und ihres Gründers teil.
Es gab einmal eine Köhlbrand-Werft

Erinnerung an Familie Berendsohn
Es ist ein weitgehend unbekanntes Kapitel in der jüngeren Geschichte Hamburgs, wie die Köhlbrand-Werft, einst ein erfolgreiches Unternehmen im damaligen Fischerdorf Altenwerder, von Nazis zugrunde gerichtet und dann enteignet wurde. Hanno Billerbeck von der Kirchlichen Gedenkstättenarbeit und der Historiker Herbert Diercks haben diese beschämende Historie aufgearbeitet.
1920 heirateten Paul Theodor und Mabel Violet Berendsohn geb. Rehr. Paul Berendsohn stammte aus einer jüdischen Hamburger Familie und war gelernter Schiffbauer, 1911 zog er nach Moorburg. Mabel Rehr, in Kapstadt geboren, war die Enkelin eines Moorburger Schmiedes. 1921 gründeten sie in Altenwerder auf dem Korbmachersand die Köhlbrandwerft und entwickelten sie zu einem erfolgreichen Unternehmen. Sie schufen dort auch ein Zuhause für ihre große Familie, das eigentlich als dauerhafte Heimat gedacht war. Doch 1933 begannen Schikanen und Ausgrenzungen. Die Werft florierte trotzdem und hatte Rückhalt in Altenwerder. Doch ab 1938 sorgten staatliche Stellen dafür, dass das Vermögen der Familie geraubt wurde. Fast mittellos gelang ihr 1939 die Flucht nach Amerika, zunächst nach Honduras, dann in die USA. Nach Kriegsende kämpfte die Familie viele Jahre um „Wiedergutmachung“. Sie stieß auf starke Widerstände.
Enkelinnen, Enkel und weitere Nachkommen von Paul und Mabel Berendsohn aus den USA, England und Deutschland haben ihre Teilnahme angekündigt.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Programms "DENK MAL AM ORT" der Behörde für Kultur und Medien in Kooperation mit Moorburger Art e.V. statt.
BU: Paul Berendsohn, unten, 2. v.l., 1929, © Privatbesitz
Anreise mit dem HVV:
Buslinie 157 bis zur Haltestelle „Moorburger Elbdeich 273“ (fährt selten) oder:
Haltestelle „Moorburger Kreuzung“ mit Busanbindung nach Neuwiedenthal, Altona und Finkenwerder/Fähre, von dort ca. 1 km Fußweg bis zum Veranstaltungsort
Anreise mit dem Rad:
14 Uhr Treffpunkt am Fähranleger Finkenwerder, gemeinsame Fahrt nach Moorburg
Sonntag, 18. Mai 2025, 15 Uhr · Moorburger Elbdeich 263, 21079 Hamburg.
Der Eintritt ist frei.
Hinweis: Das Hofcafé ist ab 12 Uhr geöffnet
Wegen des großen Erfolgs und der Fülle der Bilder von Harald Meyer gibt es - nach dem ersten Teil am 14. April - einen zweiten Teil der Veranstaltung!
Sie findet am Montag, 12. Mai um 19:00 Uhr in der St. Maria Magdalena-Kirche zu Moorburg statt.
Anlass ist das laufende Jubiläumsjahr - Moorburg feiert 2025 seine 650jährige Zugehörigkeit zu Hamburg (vgl. dazu /stadtteile/moorburg/ auf dieser Website).
Im Laufe des Jahres finden aus diesem Anlass zahlreiche Veranstaltungen statt. Unter der Adresse https://www.hh-moorburg.de finden Sie mehr zum Jubiläumsjahr.
Aktuelle Einladung zum 2. Teil des Dia-Abends (auch auf www.kirchesuederelbe.de/moorburg zu finden):


Hamburg ist eine Stadt der Einwanderung. Heute haben ca. 40% der Hamburger*innen einen sogenannten "Migrationshintergrund". Viele Zuwanderer*innen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Funktionsfähigkeit und zum Wohlstand der Hansestadt. Zugleich ging und geht Einwanderung immer wieder mit Konflikten, Diskriminierung, Ausbeutung und Gewalt einher – bis hin zu rassistisch motivierten Morden.
Mit dieser Ausstellung haben 9 Hamburger Geschichtswerkstätten das Thema aufgegriffen, zu dem wir 2023 in Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus Süderelbe und der Universität Hamburg in einem Citizen-Science-Projekt erfolgreich begannen, die Migrationsgeschichte nach Süderelbe zu erforschen. Die Herangehensweise der einzelnen Geschichtswerkstätten geschieht aus verschiedenen Blickwinkeln – sie alle haben jedoch dasselbe Ziel: Sie möchten mit zugewanderten Menschen in einen Dialog kommen und ihre Migrationsgeschichte(n) dokumentieren, solange es in der Einwanderungsstadt Hamburg keinen zentralen Ort dafür gibt.
Nachdem die Sütterlin-Stube in der Michaelis-Kirche aufgelöst wurde, möchten wir unsere Unterstützung beim Lesen und Transkribieren von handschriftlichen Texten in Sütterlin anbieten. Wer dieses Angebot in Anspruch nehmen möchte, wende sich bitte per Mail oder telefonisch an die Geschichtswerkstatt Süderelbe.
Außerdem möchten wir auf die Sütterlin-Stube Hamburg hinweisen: https://suetterlinstube.de/

Moorburg feiert im Jahr 2025 seine 650jährige Zugehörigkeit zu Hamburg (vgl. dazu /stadtteile/moorburg/ auf dieser Website).
Im Laufe des Jahres finden aus diesem Anlass zahlreiche Veranstaltungen statt. Unter der Adresse https://www.hh-moorburg.de finden Sie mehr zum Jubiläumsjahr.
Dem Gemeindebrief der Kirchengemeinde Moorburg ist die folgende Einladung entnommen:
