
Wie im Oktober 2025 mitgeteilt, ist die Geschichtswerkstatt Süderelbe aktuell am 1. und 3. Freitag eines Monats jeweils nachmittags von 15:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Am 2. Januar 2026 ist die Geschichtswerkstatt geschlossen und öffnet im Januar nur am 16. d. M. - Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Wie bisher können bei Bedarf individuelle Termine außerhalb dieser Zeiten vereinbart werden. Bitte kontaktieren Sie uns gern per E-Mail oder über das Kontaktformular. Es empfiehlt sich, dies in jedem Fall vor einem Besuch zu tun, damit wir Ihr Anliegen kennen und möglichst eine Person mit entsprechendem Hintergrundwissen zur Verfügung stehen kann.
Referent: Dr. Manfred Brandt
Am Donnerstag, 30. Oktober 2025 um 18:00 Uhr im Planet Harburg, dem ehemaligen Karstadt-Haus - eine Veranstaltung des AMH Archäologisches Museum Hamburg
Dr. Manfred Brandt berichtet über die lange und bewegte Geschichte seines Heimatortes Moorburg, den ständigen Wandel des Dorfes am südlichen Arm der Elbe und über den Kampf um dessen Fortbestehen.
Moorburg ist einer der ältesten Stadtteile Hamburgs. Das Jahr 2025 steht für den einzigartiger Stadtteil im Süden der Hansestadt ganz im Zeichen eines Jubiläums: „650 Jahre Moorburg zu Hamburg“.
Grund genug, im Rahmen eines Vortrags auf die spannende Geschichte des Ortes zu schauen. Die Nähe zur Elbe und die geschützte Lage machten Moorburg einst zu einem idealen Standort für Landwirtschaft und Handel. Im Mittelalter bot Moorburg gleichzeitig einen wichtigen Stützpunkt für den Schutz und die Kontrolle der Elbe: Die Nähe zu Hamburg brachte Wohlstand, aber auch Herausforderungen mit sich, da Moorburg strategisch umkämpft war. Eine Burg, die dem Ort ihren Namen gab, spielte damals eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Handelswege. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert begann sich Moorburg zu verändern. Moorburg wurde immer stärker in das städtische Gefüge Hamburgs eingebunden, bewahrte aber seinen ländlichen Charakter und seine enge Dorfgemeinschaft.
Besonders in den letzten Jahrzehnten stand Moorburg oft im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne: Industrie und Spülflächen, die verheerende Sturmflut von 1962, Umweltbelastungen und systematische Aufkäufe von Häusern und Höfen durch die Stadt haben Moorburg dramatisch verändert. Der Referent wird in seinem Vortrag nicht nur auf die reiche Geschichte Moorburgs zurückzublicken, sondern auch den Blick in die Zukunft richten.
Ort: Planet Harburg, Herbert-und-Greta-Wehner-Platz, 21073 Hamburg
Am Sonntag, dem 14. September 2025, findet wieder das Stadtteilkulturfest "Neugraben Erleben" statt.
Die Geschichtswerkstatt Süderelbe wird auch in diesem Jahr vor Ort vertreten sein.

An unserem Stand haben Sie die Möglichkeit, sich über unsere Arbeit zu informieren und Bücher - eigene Publikationen bzw. Buchdoubletten aus unserem Bestand - zu erwerben.
2024 stand mit unserer Publikation Der Moorgürtel. Die Neugrabener und Fischbeker Moore zwischen Torfstich, Vogelschutz und Paludikultur das Thema Moor und Moorgürtel im Fokus.
Wir weisen gern auf eine Veranstaltung in Moorburg hin, die ähnlich bereits im Mai 2023 in der Altenwerder St.-Gertrud-Kirche als Kooperation mit u. a. der Geschichtswerkstatt Süderelbe stattfinden konnte (vgl. den Eintrag unter "Veranstaltungen" vom 11. Mai 2023). In diesem Jahr nun - gleichzeitig das Jahr der 650jährigen Zugehörigkeit von Moorburg zu Hamburg - haben auch Nachkommen der beiden Familien den Weg nach Süderelbe gefunden und nehmen an der Würdigung der Geschichte der Köhlbrand-Werft und ihres Gründers teil.
Es gab einmal eine Köhlbrand-Werft

Erinnerung an Familie Berendsohn
Es ist ein weitgehend unbekanntes Kapitel in der jüngeren Geschichte Hamburgs, wie die Köhlbrand-Werft, einst ein erfolgreiches Unternehmen im damaligen Fischerdorf Altenwerder, von Nazis zugrunde gerichtet und dann enteignet wurde. Hanno Billerbeck von der Kirchlichen Gedenkstättenarbeit und der Historiker Herbert Diercks haben diese beschämende Historie aufgearbeitet.
1920 heirateten Paul Theodor und Mabel Violet Berendsohn geb. Rehr. Paul Berendsohn stammte aus einer jüdischen Hamburger Familie und war gelernter Schiffbauer, 1911 zog er nach Moorburg. Mabel Rehr, in Kapstadt geboren, war die Enkelin eines Moorburger Schmiedes. 1921 gründeten sie in Altenwerder auf dem Korbmachersand die Köhlbrandwerft und entwickelten sie zu einem erfolgreichen Unternehmen. Sie schufen dort auch ein Zuhause für ihre große Familie, das eigentlich als dauerhafte Heimat gedacht war. Doch 1933 begannen Schikanen und Ausgrenzungen. Die Werft florierte trotzdem und hatte Rückhalt in Altenwerder. Doch ab 1938 sorgten staatliche Stellen dafür, dass das Vermögen der Familie geraubt wurde. Fast mittellos gelang ihr 1939 die Flucht nach Amerika, zunächst nach Honduras, dann in die USA. Nach Kriegsende kämpfte die Familie viele Jahre um „Wiedergutmachung“. Sie stieß auf starke Widerstände.
Enkelinnen, Enkel und weitere Nachkommen von Paul und Mabel Berendsohn aus den USA, England und Deutschland haben ihre Teilnahme angekündigt.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Programms "DENK MAL AM ORT" der Behörde für Kultur und Medien in Kooperation mit Moorburger Art e.V. statt.
BU: Paul Berendsohn, unten, 2. v.l., 1929, © Privatbesitz
Anreise mit dem HVV:
Buslinie 157 bis zur Haltestelle „Moorburger Elbdeich 273“ (fährt selten) oder:
Haltestelle „Moorburger Kreuzung“ mit Busanbindung nach Neuwiedenthal, Altona und Finkenwerder/Fähre, von dort ca. 1 km Fußweg bis zum Veranstaltungsort
Anreise mit dem Rad:
14 Uhr Treffpunkt am Fähranleger Finkenwerder, gemeinsame Fahrt nach Moorburg
Sonntag, 18. Mai 2025, 15 Uhr · Moorburger Elbdeich 263, 21079 Hamburg.
Der Eintritt ist frei.
Hinweis: Das Hofcafé ist ab 12 Uhr geöffnet
Wegen des großen Erfolgs und der Fülle der Bilder von Harald Meyer gibt es - nach dem ersten Teil am 14. April - einen zweiten Teil der Veranstaltung!
Sie findet am Montag, 12. Mai um 19:00 Uhr in der St. Maria Magdalena-Kirche zu Moorburg statt.
Anlass ist das laufende Jubiläumsjahr - Moorburg feiert 2025 seine 650jährige Zugehörigkeit zu Hamburg (vgl. dazu /stadtteile/moorburg/ auf dieser Website).
Im Laufe des Jahres finden aus diesem Anlass zahlreiche Veranstaltungen statt. Unter der Adresse https://www.hh-moorburg.de finden Sie mehr zum Jubiläumsjahr.
Aktuelle Einladung zum 2. Teil des Dia-Abends (auch auf www.kirchesuederelbe.de/moorburg zu finden):

Moorburg feiert im Jahr 2025 seine 650jährige Zugehörigkeit zu Hamburg (vgl. dazu /stadtteile/moorburg/ auf dieser Website).
Im Laufe des Jahres finden aus diesem Anlass zahlreiche Veranstaltungen statt. Unter der Adresse https://www.hh-moorburg.de finden Sie mehr zum Jubiläumsjahr.
Dem Gemeindebrief der Kirchengemeinde Moorburg ist die folgende Einladung entnommen:


Neue Termine für unseren historischen Rundgang durch den alten Neugrabener Dorfkern veröffentlichen wir an dieser Stelle, sobald sie feststehen. Bis dahin bitten wir noch um etwas Geduld, vielen Dank.
Hinweis: für geschlossene Gruppen vereinbaren wir auch individuelle Termine.

Bitte beachten Sie: am 20. und 27. Dezember 2024 sowie am 3. Januar 2025 bleibt die Geschichtswerkstatt geschlossen!
An allen anderen Freitagen gilt die gewohnte Öffnungszeit von 15:00 bis 17:00 Uhr. Falls Sie vorbeikommen möchten, senden Sie uns gern vorab ein E-Mail mit Ihrem Anliegen - vielen Dank.
Wir wünschen allen Freundinnen und Freunden der Geschichtswerkstatt Süderelbe einen guten Jahreswechsel!

Am 21. November 2024 fand im JoLa unser Themenabend zur Geschichte und Entwicklung des Moorgürtels statt. Daniel Boedeker stellte die Entwicklung des Moores seit dem Ende der Weichseleiszeit dar und beschrieb vor allem die Veränderungen im Laufe der letzten etwa 800 Jahre, in denen aus der Naturlandschaft allmählich Kulturlandschaft wurde. Dabei wechselte er sich mit Matthias Pfeifer ab, der mit kurzen, stimmungsvollen Texten den poetisch-mystischen Niederschlag dieser Entwicklung vortrug.
Unter den auch an diesem Abend zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besuchern befanden sich viele ökologisch Interessierte und umweltpolitisch engagierte Menschen und es kam zu einem regen Austausch.
An dieser Stelle möchten wir alle Besuchenden ermuntern, uns ihre Bilder und Photos zu aktuellen (umwelt-)geschichtlichen Themen zukommen zu lassen. Wie an diesem Abend erwähnt, dokumentieren wir unter anderem den Bau der A26 West, der den aktuell größten von Menschen verantworteten Eingriff in das Ökosystem Moorgürtel darstellt.

(Photo: K. Ehlberg, 21. November 2024)
Hinweis:
Der Referent des Abends, Daniel Boedecker, ist der Autor einer neuen Publikation der Geschichtswerkstatt: Der Moorgürtel. Die Neugrabener und Fischbeker Moore zwischen Torfstich, Vogelschutz und Paludikultur (= Themenheft 2/2024 der Geschichtswerkstatt Süderelbe). Sie ist im August 2024 erschienen und stellt auf 120 Seiten die Entwicklung des Landschaftsraums Moorgürtel anschaulich dar. Der Titel enthält zahlreiche Abbildungen, Photos und historische Karten.
Dieses Themenheft erhalten Sie zu den üblichen Büro- und Öffnungszeiten im Kulturhaus Süderelbe e. V., Am Johannisland 2, sowie - freitags zwischen 15:00 und 17:00 Uhr - in der Geschichtswerkstatt Süderelbe an der Cuxhavener Straße 400. Machen Sie gern telefonisch oder per E-Mail einen Termin aus!

Am 14. November 2024 hatte die Geschichtswerkstatt im Rahmen der Kulturtage Süderelbe zu einem Historischen Bilderabend eingeladen. Mitglieder unserer Arbeitsgruppe stellten eigens ausgewählte Bilder aus dem Bestand der Geschichtswerkstatt und ergänzend aus ihren privaten Bildarchiven vor. Dabei spiegelte die Auswahl die Vielfalt der Stadtteile in Süderelbe wieder.
Der Abend fand großen Anklang und das JoLa war bis fast auf den letzten Platz besetzt. Das Publikum beteiligte sich mit Fragen und Kommentaren und mehrfach wurde der Wunsch geäußert, weitere Bilder vorzustellen. Der große Zuspruch ermutigt uns, im kommenden Jahr einen weiteren Abend mit historischen Bildern auszurichten.
Darüber hinaus nehmen wir gern auch Ihre Bilder und Photos aus Süderelbe an.