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Heinrich Ludwig Meyer, "HELM" (1895 - 1967)


Heinrich Ludwig Meyer war in Süderelbe einst ein sehr bekannter Künstler und Heimatforscher, ist heute aber weitgehend in Vergessenheit geraten. Seine Bilder hängen nicht in namhaften Kultureinrichtungen und seine heimatkundlichen Beiträge schlummern in älteren Publikationen, die für heutige Fragen der Regionalgeschichte kaum noch relevant sind. Sein Lebensweg zeigt jedoch Kontinuitäten vom Kaiserreich zur Weimarer Republik und von der NS-Zeit zur Bundesrepublik Deutschland auf. Das schärft den Blick für heutige Bestrebungen, daran wieder anzuknüpfen.


Zeit seines Lebens sammelte Heinrich Ludwig Meyer die eigenen Bilder und Zeichnungen, die nur in wenigen Ausstellungen öffentlich gezeigt wurden. Einige seiner Werke verschenkte oder verkaufte er im Bekanntenkreis. Nach seinem Tod teilten die Erben den umfangreichen Nachlass, von dem ein Teil der Geschichtswerkstatt Süderelbe überlassen wurde.

Aufwachsen in Neugraben

Heinrich Ludwig Meyer wurde am 10. Juni 1895 als Sohn von Margarete und Peter Meyer in Neugraben geboren. Er blieb das einzige Kind seiner Eltern. Die Familie lebte gemeinsam mit den Großeltern mütterlicherseits in der Francoper Straße, wo der Großvater – ebenfalls mit dem Namen Heinrich Ludwig Meyer – eine Holzhandlung und eine Gastwirtschaft betrieb. Die Geschäfte liefen gut und ermöglichten es ihm, in Neugraben Ackerland für eine bescheidene Landwirtschaft zu erwerben.

Gastwirtschaft und Holzhandlung Meyer ca. 1912 (Heinrich Ludwig Meyer sitzend 3. von rechts, sein Großvater 3. von links); Archiv der Geschichtswerkstatt Süderelbe, F-100 Meyer, Heinrich Ludwig 160

Schule und Ausbildung zum Zeichenlehrer

Nach der vierjährigen Schulzeit in der Dorfschule Neugraben besuchte Heinrich Ludwig Meyer die Mittelschule in Harburg und anschließend die Realschule in Buxtehude, wo er das Reifezeugnis für die Obersekunda erwarb, das den weiteren Schulbesuch an einer höheren Schule ermöglichte. Dass er diesen Weg einschlug, hängt wesentlich mit seinem Großvater zusammen, der früh das Talent seines Enkels zum Zeichnen und Malen erkannte. Anders als ursprünglich vorgesehen eine Tätigkeit im Betrieb der Eltern zu übernehmen, begann er Ostern 1913 seine Ausbildung zum Zeichenlehrer, die durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen wurde.

Aquarell, 1906 [Text unter dem Bild: Erste Aquarellversuche nach Postkartenvorlagen. Ich war 11 Jahre alt. HELM Neugraben]; Archiv der Geschichtswerkstatt Süderelbe, F-100 Meyer, Heinrich Ludwig 509

Soldat im Ersten Weltkrieg

Meyer begann seinen Militärdienst im August 1915 als Rekrut in einer Luftschiffer-Abteilung, durchlief die Laufbahn bis zum Rang eines Feldwebels und war bei Kriegsende Leutnant der Reserve. Warum es ihn gerade zu dieser Waffengattung verschlug, ist nicht festzustellen, doch spricht viel dafür, dass ihn seine zeichnerischen Fähigkeiten für die Tätigkeit bei der Luftschiffertruppe qualifizierten. Seine Aufgabe war es, im Fesselballon aus der Höhe angefertigte Fotografien zu analysieren, um Rückschlüsse auf Truppenbewegungen und Stellungen der gegnerischen Verbände zu ziehen. Bei der Auswertung und Interpretation sol­cher Aufnahmen kam es darauf an, Perspektiven und Entfernungen richtig einzuschätzen und auf dieser Grundlage die militärische Situation zutreffend darzustellen.

Seite aus dem Fotoalbum "Kriegserinnerungen"; Archiv der Geschichtswerkstatt Süderelbe F-100 Meyer, Heinrich Ludwig 529

Kunst und Krieg

Als Feldluftschiffer nahm er 1915 am Balkan-Feldzug teil und verbrachte bis Januar 1917 die meiste Zeit an der Front in Mazedonien nahe der griechischen Grenze. Seine Erfahrungen unterschieden sich von der großen Mehrheit der am Krieg beteiligten Soldaten fundamental. Er war nicht dort eingesetzt, wo Artillerie und Maschinengewehrfeuer die Menschen zerfetzten und Gasangriffe die Lungen zerfraßen oder die Augen erblinden ließen. Ein kurzer Satz in seinem 1945 verfassten Lebenslauf macht deutlich, dass Meyer auch während des Krieges nicht das Ziel aus den Augen verlor, Zeichenlehrer zu werden: „Ich habe als Soldat jede Freizeit benutzt zu Zeichen- und Malstudien." Die wenigsten Soldaten des Ersten Weltkriegs hatten das Glück, dass sich ihnen solche Gelegenheiten boten.

Sedan, 1918 [Text unter den Bildern: Erinnerungen an Sedan, wohin ich von der Marnefront zur dringend notwendigen Kieferbehandlung überwisen wurde. Zur Entspannung zeichnete ich: Oben die Zitadelle, Mitte u. unten "Villa Epinette". Fern hörte man Trommelfeuer! Nach einem Monat, Ende Juli 1918, wurde ich nach Erfurt ins Lazarett verlegt (mit Ischias, die mich bis 1947 plagte). Heinrich Ludwig Meyer HELM Neugraben]; Archiv der Geschichtswerkstatt Süderelbe, F-100 Meyer, Heinrich Ludwig

Lehrer an der Landeskunstschule

Meyer war bei der Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg körperlich unversehrt und litt nicht an den psychischen Folgen, die besonders den Überlebenden der Stellungskämpfe in den Schützengräben das weitere Leben erschwerten. Unmittelbar nach der Demobilisierung setzte er Anfang 1919 seine Ausbildung zum Zeichenlehrer fort, legte die Zeichenlehrerprüfung ab und schon kurz darauf begann seine Tätigkeit als Hilfslehrer an der Landeskunstschule. 1920 wurde er als Vertragslehrer fest ange­stellt und schließlich 1931 zum Beamten auf Lebenszeit ernannt. Seine Unterrichtsgebiete lagen in der Geometrie, was dazu führte, dass er im Kollegium und in der Schülerschaft den Spitznamen „Zirkel-Meyer“ erhielt.

Merkheft für die Schüler der Landeskunstschule Hamburg 1931, Archiv der Hochschule für bildende Künste Hamburg

Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft von 1911 e.V

Bereits 1913 war Heinrich Ludwig Meyer der 1911 gegründeten Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft beigetreten und konnte so nach der Rückkehr aus dem Krieg dort wieder anknüpfen. Ne­ben eigenen sportlichen Aktivitäten waren zwei Aufgaben im Verein für ihn von besonderer Bedeutung: Von 1919 bis 1938 war er Frauenturnwart und leitete den Übungsbetrieb dieser eigenständigen Abteilung, von 1929 bis 1933 war er 1. Vorsitzender des Vereins.

Meyer und die Mitglieder der Frauenturnabteilung der HNT, um 1926; Archiv der Geschichtswerkstatt Süderelbe, F-100 Meyer, Heinrich Ludwig 160

Familie

Seine Ehefrau Anna Maria Peters hatte Heinrich Ludwig Meyer als Turnerin in der Frauenabteilung der HNT kennengelernt, wo sie ebenfalls seit 1913 Mitglied war. Das Ehepaar hatte vier Kinder, die 1923, 1924, 1928 und 1930 geboren wurden. Nach dem Tod der Eltern übernahm Meyer 1932 als Alleinerbe Haus und Grundstück in der Francoper Straße, führte aber die Holzhandlung nicht fort. Er richtet sich dort ein Atelier ein, in dem viele seiner Bilder entstanden.

Vereinsleben

Neben Beruf und Familie besaß die Arbeit in zahlreichen Vereinen einen hohen Stellenwert in Heinrich Ludwig Meyers Leben. In der HNT und im Kriegerverein bekleidete er zeitweilig das Amt des 1. Vorsitzender, in anderen Vereinen übernahm er als Vorstandsmitglied Aufgaben wie die des 2. Vorsitzenden oder des Schriftführers. Er war Mitglied des Vorstands und des Festausschusses im Schützenverein Neugraben und Umgegend, wie in vielen anderen Dörfern und Kleinstädten eine bedeutende Institution im gesellschaftlichen Leben. Als Veteran des Ersten Weltkriegs war Meyer nicht nur Vorsitzender des Neugrabener Kriegervereins, sondern auch Mitglied im Stahlhelm – Bund der Frontsoldaten. Die engagierte Mitarbeit in zwei Veteranen-Verbänden, die antidemokratische Standpunkte vertraten und ideologische Gemeinsamkeiten mit der NSDAP aufwiesen, weisen ihn als einen frühen Gegner der Weimarer Republik aus.

Meyer als Schützenkönig, 1922 (Das Bild befindet sich auf einer von Meyer 1934 gestalteten und bis 1954 fortgeführten Ehrentafel im Schützenheim Neugraben.)

Künstlerisches Schaffen

In den 1920er und 1930er Jahren widmete Heinrich Ludwig Meyer sich der Landschaftsmalerei und suchte seine Motive in den Dörfern und Städten im Landkreis Harburg und im Alten Land. Von seinem Atelier im Wohnhaus in der Francoper Straße blickte er direkt auf die von niedersächsischen Bauernhäusern gesäumte Straße, und die einzelnen Gebäude entlang der Straße erscheinen auf vielen seiner Gemälde und Zeichnungen. Die Bilder zeigen überwiegend Gebäude und Örtlichkeiten in einem ländlichen Umfeld, Menschen und Tiere sind, wenn überhaupt, nur schemenhaft zu sehen.

Die Francoper Straße in Neugrabener, undatiert (1920er Jahre); Archiv der Geschichtswerkstatt Süderelbe, F-100 Meyer, Heinrich Ludwig

Ein überzeugter Nationalsozialist

Mit dem Eintrittsdatum Anfang 1932 gehörte Meyer zweifellos zu denen, die der NSDAP aus Überzeugung beitraten und nicht aus Opportunismus, wie so viele andere, die sich erst nach der nationalsozialistischen Machtübernahme am 30. Januar 1933 zu diesem Schritt entschlossen. Sowohl an seiner Schule als auch in der Öffentlichkeit trat er als überzeugter Nationalsozialist auf. Mit seinen Sympathien für den Nationalsozialismus bewegte Meyer sich in Neugraben im Mainstream. Hier schnitt die NSDAP bei Wahlen stets weit besser ab als deutschlandweit und als in Preußen.

Karteikarte aus der NSDAP-Gaukartei; Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI-27201533

Kulturpropaganda

In den Jahren ab 1934 war Meyer in der NS-Kulturgemeinde Abteilungsleiter für bildende Kunst im Gau Ost-Hannover. In einer Rede vertrat er 1935 die Ansicht: „Die echten, schöpferische Werte schaffenden Künstler […] wie auch die Volksgenossen, für die solche Kunst bestimmt ist, entstammen zwei verschiedenen Lebensräumen, entweder der Großstadt oder dem flachen Land. Auf dem Lande ist meist die Verbundenheit von Blut und Boden Wirklichkeit geworden ...". "Blut und Boden" – „Blut“ stand für das deutsche Volk und seine „rassische Reinheit“, „Boden“ bezeichnete den Lebensraum dieser „Rasse“ – war ein fester Bestandteil der nationalsozialistischen Ideologie, wie auch das Feindbild der Großstadt mit ihrer kulturellen und sozialen Vielfalt. Die bäuerliche Lebenswelt wurde dagegen zum Ideal verklärt. Eine ländliche Idylle bestimmte auch die Auswahl der Motive auf den Bildern Meyers.

"Die Akte Kuhrs"

Wilhem Kuhrs war Lehrer an der Schule in Neugraben, recht wohlhabend und im Ort angesehen. Er war 1. Vorsitzender des Männergesangsvereins und bildete gemeinsam mit Meyer den Vorstand des Schützenvereins. 1935 beschuldigte Meyer ihn in einem Schreiben an den Landrat, er sei ein "verbrecherischer Bodenspekulant" und fragte: "Haben wir unser drittes Reich erkämpft, um es solchen Schiebern auszuliefern?“ Im Zuge des daraufhin eingeleiteten Verfahrens übergab er der Gestapo ein 15-seitiges Dossier, in dem weitere Anschuldigungen gegen Kuhrs erhob. Das führte dazu, dass Kuhrs entlassen und für mehrere Monate im KZ Fuhlsbüttel eingesperrt wurde. Bei seiner Entlassung 1940 war er wirtschaftlich und gesundheitlich ruiniert. Es ist nicht klar, welche Motive Meyer mit der Denunziation verfolgte, vermutlich spielte Neid eine Rolle. Jedenfalls nutzte er seine enge Verbindung zu den nationalsozialistischen Machthabern, um seinem Nachbarn und Schützenbruder Wilhelm Kuhrs großen Schaden zuzufügen.

Die erste Seite (obere Hälfte) von Meyers 15-seitigen Schreiben, mit dem er Wilhelm Kuhrs bei der Gestapo denunzierte. Überschrift: Ein Charakterbild des Lehrers Wilhelm Kuhrs oder "Ein weißer Jude"; Niedersächsisches Landesarchiv Hannover, Signatur NLA HA 120 Lüneburg Acc. 122/96 Nr. 81/02 Beiakte IV, Dienststrafakte Blatt 117 – 131

Denunziant

Auch in weiteren Fällen trat Meyer als Denunziant auf. An seiner Schule übergab er dem Direktor 1934 eine Liste von Studierenden, die er als "staatsgefährliche Elemente" einschätzte. Und er beteiligte sich an dem späteren Verfahren wegen "Kulturbolschewismus" gegen den Direktor. 1939 wurde er wegen Übler Nachrede und Beleidigung zu einer 3-monatigen Haftstrafe verurteilt, weil er den Rechtsanwalt von Wilhelm Kuhrs beschuldigt hatte, sich an unrechtmäßigen Grundstücksgeschäften beteiligt zu haben. Die Strafe wurde ihm aufgrund einer allgemeinen Amnestie Hitlers kurz vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs erlassen.

Nach 1945: Entlassung aus dem Staatsdienst und Entnazifizierung

Im Zweiten Weltkrieg war Meyer überwiegend im Stab der Luftwaffe in Berlin-Dahlem tätig. Bei seiner Rückkehr nach Hamburg wurde er von der britischen Militärregierung im November 1945 ohne Bezüge und Pensionsansprüche entlassen, weil er ein Risiko für den demokratischen Neubeginn in Deutschland darstellte. 1949 wurden ihm im Berufungsverfahren vor einer deutschen Spruchkammer jedoch bis zum 65. Lebensjahr 80% seiner Pension zugesprochen, anschließend der volle Betrag. Es lag ihm fern, sein Verhalten in den Jahren 1932 – 1945 kritisch zu hinterfragen. In einem Aktenvermerk für die eigenen Unterlagen zur Vorbereitung auf das Entnazifizierungsverfahren zeigte er sich als nach wie vor überzeugter Nationalsozialist. Trotz der um die Welt gegangenen Bilder aus den Konzentrationslagern und der erdrückenden Beweise aus den Nürnberger Prozessen gegen die Hauptkriegsverbrecher blieb er bei seinen Überzeugungen.

"Aktenvermerk für die Entnazifizierung bzw. die Akte Kuhrs"; Archiv Geschichtswerkstatt Süderelbe F-100 Meyer, Heinrich Ludwig 130 (Digitalisat)

„Das Bild der Heimat“

Die finanzielle Absicherung durch eine auskömmliche Beamtenpension eröffnete Heinrich Ludwig Meyer die Chance, sich den Themen zu widmen, die ihm am Herzen lagen. In vielen Zeichnungen und Gemälden hielt er Gebäude und Orte fest, um das “Bild der Heimat” zu bewahren, die er von “zivilisatorisch-städtischen Einflüssen, wie Entfremdung vom natürlich Gewachsenem, vom echten Bauertum” gefährdet sah. Hier setzte sich die Ablehnung großstädtischer Einflüsse und die Idealisierung der bäuerlichen Lebenswelt fort.

Zwei Höfe in ihrer Wandlung von 1905 – 1955, 1954; Archiv der Geschichtswerkstatt Süderelbe, F-100 Meyer, Heinrich Ludwig

Heimatkunde

Heinrich Ludwig Meyer war Ehrenvorsitzender des Heimatvereins Francop und gestaltete als Mitglied im Vorstand des Kulturkreises Süderelbe vielbesuchte Ausstellungen über “Landschaft und Kultur in Geest und Marsch”, in denen neben eigenen Werken auch Bilder von Kulturschaffenden gezeigt wurden, die in der Zeit des Nationalsozialismus an der Kulturpropaganda beteiligt waren. Seine Zeichnungen und Texte erschienen in heimatkundlicher Literatur, u.a. im Harburger Kreiskalender und im Harburger Jahrbuch. Sein „Bild der Heimat“ passte gut zur Heimatgeschichte der Region südlich der Elbe, die in diesen Publikationen gepflegt wurde. Dass ihm zum 70. Geburtstages für seine Verdienste als Heimatforscher und Heimatkünstler 1965 das Harburger Jahrbuch gewidmet wurde, unterstreicht die Verbindung zwischen Meyer und den Akteuren der Heimatgeschichte in Harburg.

Francop und seine Graft 1266-1966 (Titel), Bibliothek der Geschichtswerkstatt Süderelbe, C-400-MOH-1966

Die große Lücke

Während in der Nachkriegszeit wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen das Leben der Menschen bestimmten, wurde das Unrecht der NS-Zeit bis in die 1980er Jahre vielfach verdrängt und verschwiegen. Die Beschäftigung mit der “Heimat” bot dagegen die Möglichkeit, unangenehme Fragen nach Schuld und Verantwortung zu vermeiden. Das in den 1950er und 1960er Jahren geformte Bild von Heinrich Ludwig Meyer ("HELM"), das ihn als rührigen Heimatforscher und Maler schöner Ansichten aus dem alten Neugraben darstellte, blieb über seinen Tod 1967 hinaus bestehen. Die Jahre von 1932 bis 1945 und sein Eintreten für das NS-Regime spielten dabei keine Rolle.

Literatur

Alina Laura Just: Gestaltung und Gleichschritt. Die Geschichte der Hochschule für bildende Künste Hamburg im Nationalsozialismus (Forum Zeitgeschichte Bd. 34, Hamburg 2026)

Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg, Signatur III Bc 12/34

Barbara Uppenkamp: Die Hansische Hochschule für bildende Künste. Gleichschaltung einer Hamburger Kulturinstitution (Hamburg 2026)

Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg, Signatur I Ul 128

Quellen

Personalakte Meyer, Heinrich Ludwig

Die Akte dokumentiert Meyers beruflichen Werdegang und enthält zudem einige Schreiben im Zusammenhang mit dem Entnazifizierungsverfahren.
Hochschule für bildende Künste Hamburg

Entnazifizierungsakte

Diese Akte enthält Meyers Stellungnahmen zur Entlassung aus dem Staatsdienst und die Dokumente seines Berufungsverfahrens, einschließlich zahlreicher Leumundszeugnisse ("Persilscheine").
Staatsarchiv Hamburg
221-11 Ed 7840 Meyer, Heinrich Ludwig

Personalakte und Dienststrafakten Wilhelm Kuhrs

Diese Akten dokumentieren das Verfahren der NS-Verwaltung des Gaus Ost-Hannover gegen Wilhelm Kuhrs. Sie enthalten u.a. Meyers Schreiben, mit denen er seinen Nachbarn bei der Gestapo denunzierte, und mehrere Protokolle von seinen Befragungen durch die Gestapo.
Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Hannover
NLA HA Nds. 120 Lüneburg Acc. 122_96 Nr. 81-01 bis 81-10

Weblinks

Bildmaterial